Freitag, 26.11.2021 15:24

Gehen, Fahren, Parken – das war die Informationsveranstaltung zur Mobilität in und um Neu Leopoldau!

Am 4. November 2021 fand in Neu Leopoldau eine Informationsveranstaltung zu den Themen Mobilität, Verkehr und Parken statt.

Neben dem Bezirksvorsteher, Georg Papai, informierten Mitarbeiter*innen der Dienststellen MA28 (Straßenbau) und MA46 (Verkehrsorganisation), der Baustellenkoordination, der Entwicklungsgesellschaft, des Garagenbetreibers WIPARK, der Fa. Goldbeck, der Fa. Soravia, der Mobilitätsagentur, des Bezirks sowie der Grätzelpolizist zu aktuellen verkehrlichen Entwicklungen und den Planungen im Stadtteil.

In vier Info-Räumen wurden folgende Themen besprochen:

  • Öffentlicher Verkehr
  • Radwege
  • Straßenplanung in Neu Leopoldau
  • Übrige Bauplätze und Bestandsgebäude
  • Parkplätze / Garagen in Neu Leopoldau und Floridsdorf insgesamt

Für Bewohner*innen, die nicht dabei sein konnten, haben wir die wichtigsten Aussagen zu den einzelnen Themen kurz zusammengefasst. Bei Fragen melden Sie sich gerne unter: nord@gbstern.at oder hinterlassen Sie uns einen Kommentar.

Radwege – wie geht’s weiter?
Die Radwege um Neu Leopoldau werden weiter ausgebaut:

Radweg an der Thayagasse
Ungefähr zeitgleich mit dem Beginn der Bauarbeiten in Neu Leopoldau wurde der Radweg entlang der Thayagasse bis zum Beginn des Quartiers hergestellt. Er soll nach Abschluss der Bauarbeiten bis ans Ende des Quartiers weitergeführt und fertiggestellt werden.

Radweg Jürgenssenweg
Der Weg entlang des Jürgenssenwegs wird im Sommer 2022 im Norden bis zur Katharina-Scheiter-Gasse verlängert. Dazu ist eine Schutzvorrichtung zwischen Weg und Golfplatzgrund vorgesehen.

Öffentlicher Verkehr
Ein großes Thema am Infoabend war der öffentliche Verkehr. Seit 2019 erschließt die Buslinie 36B den östlichen Bereich des Quartiers und seit der Verlängerung der Linie 30A ist auch der Westen des Stadtteils besser angeschlossen.
Eine Verkürzung der Intervalle wird von den Wiener Linien erst dann in Betracht gezogen, wenn die Auslastung der Busse dies erfordert.

Eine Buslinie, die noch ein Potenzial für Neu Leopoldau birgt, ist die Linie 28A – sie könnte in der Zukunft bis nach Neu Leopoldau verlängert werden.

Straßenplanung in Neu Leopoldau
Die Bauarbeiten an den Straßen im Quartier sollen planmäßig Ende Februar 2022 abgeschlossen sein. Das bedeutet auch, dass die Straßen, die sich derzeit noch im Eigentum der Wiener Netze befinden, mit 28. Februar an die Stadt Wien übergeben werden und damit auch mit Mistkübel, üblicher Straßenbeleuchtung und ähnlichem ausgestattet und von der Stadt Wien verwaltet sowie instand gehalten werden. Wie die Straßen aussehen werden, können sich Bewohner*innen bereits im südlichen Teil des Quartiers ansehen.

Im Sinne eines autoarmen Stadtteils werden ab dem 1. März nur noch die Straßenabschnitte befahrbar sein, die zu einer der beiden Sammelgaragen im Norden des Quartier führen. Diese sind: Tauschekgasse, der nördliche Teil der Marischkapromenade (ab Tauschekgasse) sowie der Wohlfahrtsweg. Auf den anderen Straßenabschnitten ist Zufahrt, jedoch kein Durchfahren, erlaubt. Poller an zwei Stellen im Stadtteil werden das Durchfahren ebenso verhindern.

Parken und Stellplatzsituation
Das Parken im Quartier ist nicht gestattet und wird vonseiten der Bauträger und der Grundeigentümer seit dem Sommer stärker geahndet. Grund dafür sind vermehrte Beschwerden von Bewohner*innen, die aufgrund des Konzepts des autofreien Stadtteils nach Neu Leopoldau gezogen sind.

Spätestens ab Fertigstellung der Straßen wird das Parken im Stadtteil gänzlich unmöglich sein.

Ein Vertreter der WIPARK erklärt, dass es genügend Stellplätze im Quartier gibt. Obwohl das Parkhaus in der Simmelgasse beinahe voll ist, hat das Parkhaus in der Tauschekgasse noch mehr als 200 Stellplätze übrig. Sollten die Stellplätze im Quartier knapp werden, kann der Parkplatz an der Tauschekgasse zu einer Parkgarage aufgestockt werden. Mit der Entwicklung des „Städtchen Neu Leopoldau“ auf Bauplatz O (zw. Richard-Neutra-Gasse und Tauschekgasse) wird ein weiteres Parkhaus errichtet.

In ganz Floridsdorf wird außerdem mit 1. März 2022 das Parkpickerl eingeführt.

Mikromobilität
Die Fa. Goldbeck arbeitet derzeit an Angeboten, die die Mobilität im Stadtteil erleichtern sollen. Bewohner*innen hatten während der Infoveranstaltung die Möglichkeit Wünsche und Bedürfnisse an den Zuständigen weiterzugeben. Diskutiert wurden Lastenräder, E-Lastenräder, das Carsharing Angebot, das mehrere Leihautos im Stadtteil vorsieht, Scooter und ähnliches.

Bauplatzübergreifende Gemeinschaftsräume
Das Zugangssystem für die bauplatzübergreifenden Gemeinschaftsräume wird ebenfalls von der Fa. Goldbeck programmiert. Die Räume sollen in Zukunft online reserviert und dann mit einer Chipkarte zugänglich sein. Laut zuständigem Mitarbeiter sollen dies ab März 2022 möglich sein.

Bestandsgebäude
Die Bestandsgebäude sind mittlerweile allesamt verkauft. Das Gebäudeensemble ehem. Werkstätte an der Marischkapromenade, das Gebäude links davon sowie das niedrige Hofgebäude dahinter werden vom Kaiser Franz Joseph Jubiläumsfonds zu einem Werkstättenhof (Marischkahof) umgebaut. Die Bauarbeiten dazu sollen noch Ende diesen Jahres starten. Entwickelt werden Werkstätten und Ateliers für emissionsarmes Gewerbe sowie Wohnungen.

Das Wohlfahrtsgebäude wird von Soravia entwickelt und soll in Zukunft eine Gastronomie, evtl. eine Kultureinrichtung und andere mietzinstragende Flächen in sich beherbergen. Genauere Pläne sollen 2022 bekanntgegeben werden.

Die beiden Villen im Norden des Quartiers sind noch immer im Eigentum der Wiener Netze und sollen dies auch bleiben.

Auch die übrigen Gebäude haben einen Käufer gefunden, der derzeit sein Konzept ausarbeitet und es im nächsten Jahr präsentieren will.



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