Mittwoch, 03.06.2020 18:02

Müllentsorgung und Straßenreinigung in Neu Leopoldau

„Was ist denn das für eine Sauerei!“, denkt sich Frau Resch als sie morgens die Menzelstraße entlang geht. Eigentlich wollte sie gerade zu einer der Baustellen gehen, um sich mit dem Team vor Ort abzustimmen als sie fast über einen Haufen Müllsäcke stolpert. Einer der Säcke hat sogar ein Loch und ein großer Teil des Inhalts ist quer über den Weg verstreut. Verärgert beginnt Frau Resch die Müll-Spur zumindest mit den Schuhen zu einem Haufen zusammen zu schieben, und damit aus dem Weg zu räumen. Doch viel hilft es nicht, denn der Gehsteig bleibt dreckig.

 

„Und wer macht das jetzt weg?“, denkt Frau Resch. Das ist gar nicht so einfach wie es sich anhört, denn die Straßen- und Gehsteigbereiche sind momentan noch Eigentum der Wiener Netze und somit Privatgrund. Eine regelmäßige Straßenreinigung seitens der Stadt kann nämlich erst erfolgen, wenn die Flächen saniert sind und in das öffentliche Straßennetz eingegliedert werden. Das soll zwar noch 2020 passieren aber für das übelriechende Problem vor ihren Füßen ist das auch keine Lösung. „Wir von der Baustellenleitung lassen die Straßen zwar auch regelmäßig reinigen, aber so viele Ressourcen haben wir dafür nicht. Nicht in der derzeit eh schon schwierigen Situation.“

 

Ratlos blickt Frau Resch auf das unschöne Müllhäufchen vor ihren Füßen. „Eigentlich sind die Hausverwaltungen der fertiggestellten Gebäude für die Reinigung der Freiflächen zuständig. Die könnte ich anrufen!“. Aber eigentlich ärgert sie das auch. Jetzt müsste extra jemand zum Reinigen kommen nur weil jemand anderer seinen oder ihren Müll nicht richtig entsorgen kann und einfach quer über den Gehweg verstreut. Gerade will Frau Resch seufzend ihr Handy zücken als sie hinter sich schnelle Schritte und schnaufenden Atem hört. Als sie sich umdreht sieht sie zwei junge Männer, die mit Besen, Wassereimer und allerhand anderen Reinigungsmitteln ausgerüstet sind auf sie zulaufen. „Was ist denn hier los?“ fragt Frau Resch die Beiden. „Gestern… Einweihungsfeier…wollten gerade… Müll entsorgen… Dann ist der Sack gerissen…“, schnauft der eine. „Tut uns… leid… Wir machen das schon weg“, keucht der andere. Auch wenn die beiden noch etwas verschlafen wirken machen sie sich mit viel Eifer daran den Müllhaufen zu entfernen und die Spuren am Gehsteig zu beseitigen.

 

Frau Resch macht sich mit einem Lächeln wieder auf den Weg in Richtung der Baustelle. „Gute Nachbarschaft und ab und zu einfach mal selbst anpacken sind doch das beste Mittel, um so einen Stadtteil sauber zu halten“, denkt sie sich und schämt sich fast ein wenig dafür gedacht zu haben, dass hier jemand seinen Müll einfach achtlos zurückgelassen hätte.

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