Mittwoch, 29.03.2023 15:45

Mieter*innenbeirat – Brauchen wir das in Neu Leopoldau?

Letztes Wochenende besuchte Frau Nachbarin eine alte Schulfreundin, die inzwischen im Sonnwendviertel, im 10. Bezirk lebt. Sie wohnt bereits seit einigen Jahren dort und war damals – ähnlich wie Frau Nachbarin – eine der ersten, die in das neue Stadtentwicklungsgebiet zogen.
Sie spazierten an dem schönen Frühlingstag gemeinsam durchs Sonnwendviertel und unterhielten sich über das Leben in neuen Stadtteilen. Frau Nachbarins Freundin erzählte, dass gleich zu Beginn in ihrem Wohnhaus ein Mieter*innenbeirat gegründet wurde, der zur fixen Anlaufstelle für alle Bewohner*innen wurde, wo man sich über verschiedene Themen austauschen kann und der Abstimmungen mit der Hausverwaltung vereinfacht.

Ein Mieter*innenbeirat ist ein gewähltes Gremium bestehend aus Mieter*innen, das die Anliegen der Hausbewohner*innen gegenüber der Hausverwaltung vertritt. Die gewählten Mitglieder des Mieter*innenbeirats arbeiten ehrenamtlich in ihrer Freizeit, das bedeutet, sie bekommen kein Geld für diese Tätigkeit. Die Gestaltung von gemeinschaftlichen Flächen, wie Stiegenhaus, Gemeinschaftsräume, Höfe oder gemeinsame Veranstaltungen können so besser organisiert werden. Über den Mieter*innenbeirat können auch Hausversammlungen einberufen werden. Jugendliche (unter 18 Jahre) können dem Mieter*innenbeirat ebenfalls beitreten.

„Das klingt schon spannend – aber wie gründet man denn einen Mieter*innenbeirat?“, fragt Frau Nachbarin ihre Freundin.

Gründung eines Mieter*innenbeirats:

Zuallererst ist es wichtig, dass viele Bewohner*innen einer Wohnanlage angesprochen werden und man sich erkundigt, ob Interesse für einen Beirat besteht. Es muss eine Unterschriftenliste gesammelt werden, die mindestens 25% oder 50 Mietparteien (bei großen Wohnhausanlagen) unterschrieben haben. Kandidat*innen für den Beirat müssen sich aufstellen lassen und in einer demokratischen Wahl gewählt werden. Wahlberechtigt sind alle Hauptmieter*innen im Wohnhaus.

Es gibt in Wien auch eine Vereinigung, die bei der Gründung von Mieter*innenbeiräten unterstützt. Auf deren Homepage findet man alle Informationen und Kontaktmöglichkeiten: https://www.wmbr.at/

Neben dieser „Vereinigung der Wiener Mieterbeiräte“, gibt es noch die Möglichkeit einen Verein zu gründen, um gemeinsame Interessen zu verfolgen, die nicht ausschließlich die Hausgemeinschaft betreffen. Zur Vereinsgründung braucht es ebenfalls zwei Personen, die gemeinsam die Statuten des Vereins vereinbaren und eine*n organschaftliche*n Vertreter*in aufstellen. Weitere Informationen zur Vereinsgründung findet man auf der Seite der Wirtschaftskammer Österreich: https://www.gruenderservice.at/site/gruenderservice/planung/Verein.html

Frau Nachbarin wird sich auf jeden Fall mit den anderen Bewohner*innen ihres Hauses dazu austauschen. Sie würde das schon gerne machen, aber mit anderen Personen gemeinsam ist es leichter und macht sicher noch mehr Spaß.

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  1. 13.04.2023 21:34 / Georg Tasch

    Wäre es möglich, ein Protokoll der Bewohnerinnenversammlung vom 31.03.2023 zu veröffentlichen, da viele nicht den Termin wahrnehmen konnten.
    MfG
    Georg Tasch

    • 17.04.2023 9:55 / Stadtteilmanagement Neu Leopoldau

      Sehr geehrter Herr Tasch,

      Wir arbeiten gerade an dem Protokoll bzw. an der Aufbereitung der Ergebnisse. Sobald diese fertig sind, werden sie hier veröffentlicht.

      Freundliche Grüße,
      Stadtteilmanagement Neu Leopoldau

  2. 18.04.2023 7:42 / Anastasius Grünmann

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    leider wird ein Mieter*innenbeirat sehr wenig bringen. Als Bewohnen von Menzelstraße 10 kann ich nur von meinem Wohnblock berichten. Der Eingangsbereich der Stiege 1 ist zum Wiederholtem Male beschmiert worden. Mülltrennung ist ein Fremdwort. Zu Guter Letzt wurde das Tischtennisnetz entwendet, was ja alleine für die geistige Umnachtung der Person spricht, welche es mitgenommen hat. Denn was macht man mit einem Tischtennisnetz? Die Stadt Wien wird sich schon was dabei gedacht haben bei der sozialen Durchmischung des Gebäudes.

    Das mit der Autofreien Zone passt überhaupt nicht. Viele Menschen sind einfach resistent.

    Im Endeffekt muss man das Beste darauß machen.

  1. […] dann war da ja noch die Nachbarschaftswoche mit dem kleinen Heuriger und der Bläsergruppe der Wiener Netze, die dem Stadtteil ein Ständchen […]