Sonntag, 29.11.2020 09:00

1. Advent: Frau Nachbarins kleines Weihnachtsdorf

© juliatothefullest

Frau Nachbarin ist etwas unrund. Die letzten Wochen waren lang und anstrengend, mit Home-Office und Home-Schooling. Dazu kommt, dass das ihr erstes Weihnachten in Neu Leopoldau ist. Hier ist alles noch so neu und aufregend und noch nicht so richtig heimelig. „Naja manchmal muss man da ein wenig nachhelfen“ denkt sie sich und beginnt in der Küche heiße Schokolade zu machen.

Als Frau Nachbarin nun Milch und Kakaopulver in einem Topf erwärmt schaut sie aus ihrem Küchenfenster in den dunklen Stadtteil hinaus. Da sieht sie, dass hinter einigen Fenstern in der Nachbarschaft einen warmen, wohligen Lichtschein. „Schon Hübsch eigentlich“, denkt Frau Nachbarin. Und für einen Moment denkt sie sich, wie nett es nicht aussehen würde, wenn hinter jedem Fenster eine Kerze brennen würde. Wie heimelig und nett würde dann der ganze Stadtteil aussehen.

Als sie so grübelnd in der heißen Schokolade rührt, fällt ihr Blick auf den leeren Milchkarton und Frau Nachbarin geht ein Licht auf. „Das ist es! Ich bastele einfach meine eigene kleine Weihnachtsstadt!“, denkt sie sich und macht sich ans Werk. Und ihre Idee aus leeren Getränkekartons kleine Häuser für Teelichter zu machen geht erstaunlich schnell vor der Hand. Denn dafür muss man, laut Frau Nachbarin, nur folgendes tun:

 

Weihnachtshäuschen aus leeren Milchpackerln

  • Für die Weihnachtshäuschen spüle leere Milchpackerln gut aus und lasse sie trocknen; die Verschlüsse kannst du entsorgen.
  • Entferne mit einer spitzen Schere (z.B. Nagelschere) oder einem Stanleymesser zuerst den Boden und schneide dann kleine Türen und Fenster in die Seiten. Pass auf, dass du dir dabei nicht wehtust!
  • Bemale die Häuschen mit schwarzer oder bunter Farbe. Hier eignet sich am besten Acrylfarbe; wenn du so etwas nicht zu Hause hast, kannst du auch die Seiten mit weißem Papier bekleben und dann mit Wassermalfarben oder Filzstiften bemalen.
  • Zeichne zum Schluss Tür- und Fensterrahmen, sowie Dachziegel mit weißem Kreidestift oder Goldstift auf.
  • Am Abend kannst du ein kleines Teelicht oder LED-Teelicht in die Häuschen stellen. Achte bei echten Kerzen immer darauf, dass Erwachsene im Zimmer sind, die Kerzen nie unbeobachtet bleiben und du immer eine Löschdecke oder einen Kübel Wasser griffbereit hast.

 

Und tatsächlich: Mit dem kleinen Kerzenstädtchen schaut es in der neuen Wohnung gleich viel wohnlicher aus. Eingemummelt in eine dicke Decke und mit der heißen Schokolade in der Hand begutachtet Frau Nachbarin ihr Werk. „So klappts gleich viel besser mit der Weihnachtsstimmung“, denkt sie sich beruhigt.

 

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  1. 04.05.2020 11:52 / Tatjana

    Guten Tag,
    Ich wohne in Neuleopoldau und bin fast 10 Jahre alt. Bin ich alt genug? Wo kann ich auch Wald pflanzen? Wie geht das? Mit freundlichen Grüßen, Tatjana

    • 07.05.2020 10:19 / Stadtteilmanagement Neu Leopoldau

      Liebe Tatjana,
      Ich bin mir sicher, dass du an der nächsten Aktion „Wald der jungen WienerInnen“ teilnehmen kannst. Wir haben in den letzten Tagen Kontakt mit den Organisatoren aufgenommen, aber da momentan noch nicht klar ist, wann Veranstaltungen wieder normal stattfinden können gibt es im Moment leider noch keine Informationen dazu. Normalerweise findet die Aktion immer im Herbst statt. Sobald es einen Termin und einen Ort gibt wird das hier angekündigt.

      Aber falls du einen Balkon oder ein geeignetes Fensterbrett hast kannst du ja gemeinsam mit deinen Eltern oder Erziehungsberechtigten dort auch ein kleines Gemüsewäldchen ziehen, genau wie Frau Nachbarin. Auch so kleine Grünflächen sind für Mensch und Umwelt schon eine große Hilfe. Viel Erfolg beim Garteln und Danke für dein Engagement.

      Liebe Grüße,
      das Team des Stadtteilmanagement Neu Leopoldau