Freitag, 16.04.2021 12:21

Frau Nachbarin startet eine Initiative

Jetzt ist es doch schon ein Weilchen her, dass Frau Nachbarin in ihre neue Wohnung nach Neu Leopoldau gezogen ist. Das anfängliche Umzugschaos hat sich in der Zwischenzeit in eine gemütliche und heimelige Wohlfühlwohnung verwandelt. Und heute wurde der letzte leere Umzugskarton entfernt. An seiner Stelle steht jetzt ein kleines Zitronenbäumchen, das Frau Nachbarin von einer lieben Freundin zum Einstand bekommen hat. 

Jetzt wo alles fertig ist, kann ich mich endlich wieder um andere Dinge kümmern”, denkt Frau Nachbarin, während sie ihren Blick zufrieden durch das lichtdurchflutete Wohnzimmer gleiten lässt. Und was genau das ist, weiß sie auch schon: Sie will eine Nachbarschafts-Initiative gründen! 

Was genau diese Initiative sein könnte, ist ihr auch noch nicht so ganz klar: Eine Laufgruppe, eine Bastel-Runde, einen Nachbarschafts-Chor?”, überlegt sie. Eines weiß sie sicher: Wo so viele interessante und vielfältige Menschen aufeinandertreffen wie in Neu Leopoldau, steckt großes Potenzial zur Umsetzung von Ideen. Deshalb hat sie in einem extra dafür angeschafften Notizbuch notiert, was zur gemeinsamen Umsetzung einer Nachbarschafts-Initiative benötigt wird:

1) Die zündende Idee! 

Richtig gute Ideen fallen nicht immer vom Himmel, manchmal muss man ein bisschen nachhelfen. Dazu kann man auf Methoden wie dem Brainstorming – also dem Sammeln spontaner Einfälle – zurückgreifenDas erfolgt am besten in zwei Phasen: der Ideenfindung und der Ideenbewertung. Diese 5 Regeln helfen dabei am Weg zur zündenden Idee:

  • Jede einzelne Idee aufschreiben, damit sie nicht vergessen werden. 
  • Alle Ideen – egal, wie verrückt – sind willkommen. 
  • Je mehr Ideen desto besser! Am Ende kann immer noch aussortiert werden. 
  • Kein Copyright: Auf Ideen von anderen darf aufgebaut werden!

2) Engagierte Nachbar*innen 

Gemeinsam macht alles mehr Spaß, auch das Umsetzen von Ideen. Denn wo mehr Hände anpacken, geht’s schneller voran und wo mehr Köpfe mitdenken, findet man schneller Lösungen. Deshalb kann es eine gute Idee sein, auch andere zum Mitdenken und Mitarbeiten einzuladen. Das können Menschen aus der Nachbarschaft sein, die man schon besser kennt und mit denen man vielleicht sogar befreundet ist. Eine Nachbarschafts-Initiative ist aber eine tolle Gelegenheit andere Menschen aus dem Wohnumfeld kennen zu lernen und für die eigene Idee zu begeistern. Einen Anlass dafür bietet das NACHBARSCHAFTS-CAFÉ des Stadtteilmanagements Neu Leopoldau. Einmal im Monat* wird beim GB*Stadtteilmanagementbüro zu Kaffee und Kuchen geladen, um sich mit anderen Bewohner*innen zu vernetzen. Das Ganze ist kostenlos und auch eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die aktuellen Termine werden auf neuleo.stadtteilkarte.at bekannt gegeben.

3) Finanzierung & Kontakte 

Ist die Idee einmal gefunden und hat man unterstützende Nachbar*innen um sich versammelt, steht einer Umsetzung fast nichts mehr im Wege. Je nachdem welche Initiative verwirklicht werden soll, lohnt es sich jedoch einen Blick auf die Wiener Förderlandschaft zu wagen. Denn für nachbarschaftliche Projekte gibt es häufig Förderungen, die mitunter recht einfach beantragt werden können. Zudem ist es von Vorteil zu wissen, welche Institutionen für etwaige Anfragen oder Genehmigungen zuständig sind. Das GB*Stadtteilmanagement Neu Leopoldau hilft gerne bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten und dient auch als Informationsdrehscheibe zu verschiedenen relevanten Stellen in Wien. Zu den Öffnungszeiten können dort persönlich* oder telefonisch Themen rund um Nachbarschafts-Initiativen besprochen werden, per E-Mail ist das Team an Werktagen erreichbar.

Als Frau Nachbarin den letzten Notizbuch-Eintrag fertiggelesen hat, greift sie zu ihrem Telefon und wählt die Nummer des GB*Stadtteilmanagements. Ich erkundige mich gleich, ob es schon andere Ideen aus der Nachbarschaft gibt”, denkt sieUnd wenn nicht, dann frag ich nach weiteren Tipps für Nachbarschafts-Initiativen“. 

 

*Achtung! Abhängig von den jeweils geltenden Covid19-Sicherheitsbestimmungen. 

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 / Stadtteilmanagement Neu Leopoldau / Freitag, 16.04.2021 /  2

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  1. 20.04.2021 12:44 / Simon

    Ich kann keinen Termin für den nächsten Nachbarschafts-Cafe finden – wann ist dieser geplant?

    • 22.04.2021 10:49 / Stadtteilmanagement Neu Leopoldau

      Derzeit können wir aufgrund der Covid-Situation noch keine konkreten Termine nennen. Wir hoffen, dass kleine Veranstaltungen im Freien bald erlaubt sind und rechnen ab Ende Mai mit dem ersten Nachbarschaftscafé.
      Liebe Grüße!

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